Inspektion & Messtechnik

Validierung extremer Maßstäbe

Dimensionale Kontrolle bis zum Mikrometer

Die Herstellung einer 20-Meter-Offshore-Komponente oder eines 50 Tonnen schweren Maschinenbettes ist nur die halbe technische Herausforderung; die wissenschaftliche Überprüfung seiner geometrischen Genauigkeit ist die andere. Bei Openex betreiben wir erstklassige, klimatisierte Messtechniklabore, die speziell für die großtechnische industrielle Inspektion ausgelegt sind.

Durch die Integration strenger Form- und Lagetolerierungsprüfungen (GD&T) in jeder Produktionsphase liefert unser Messtechnikteam eine zu 100 % rückverfolgbare Inspektionsberichterstattung. Wir vergleichen die endgültig gefertigten Formen mathematisch direkt mit Ihren ursprünglichen 3D-CAD-Modellen und garantieren so eine präzise Passung auf Ihrer Endmontagefläche.

Unsere Messtechnikfähigkeiten

Massives Portal-KMG misst eine schwere Komponente

Große Brücken- & Portal-KMGs

Wir beherbergen massiv skalierte Koordinatenmessgeräte, die in der Lage sind, vollständig bearbeitete Strukturen, große Getriebe und Komponenten von Luft- und Raumfahrtmotoren zu umschließen.

  • Ultrahochauflösende Tastermessung.
  • Exakte Messungen für Innenbohrungen.
  • Automatisierte Rundlauf- & Konzentrizitätsprüfungen.
Lasertracker misst schwere Industrieschweißkonstruktion

Laser-Tracking (Großvolumen)

Wenn ein gefertigtes Modul zu massiv für ein KMG-Labor ist (z. B. ein Brückenabschnitt oder ein Offshore-Rumpf), setzen wir tragbare Lasertracker (z. B. FARO) direkt in der Werkstatt ein.

  • Messvolumenbereiche von über 100 Metern.
  • Perfekt zur Überprüfung der Ebenheit großer Flansche.
  • Sofortiges CAD-zu-Teil-Maßfeedback.
3D OPTICAL SCAN

Optisches 3D-Laserscannen

Ideal zur Erfassung komplexer Konturen an Guss- und Schmiedeteilen sowie zum Reverse Engineering von Verschleißteilen. Das optische Scannen erzeugt schnell eine „digitale Zwillings"-Punktwolkenkartierung.

  • Wärmekartenberichterstattung (Rot/Grün-Abweichung).
  • Berührungslose Messung.
  • Ermöglicht schnelles Reverse Engineering für ältere OEM-Teile.

Messbereich & Toleranzen

Die unten aufgeführten Toleranzen sind typische Basiswerte für unsere Ausrüstung; die realen Fertigungsgrenzen hängen stark von der Teilegröße und der Metallurgie ab.

Messausrüstung Kapazität / Reichweite Zielgenauigkeit
Portal-KMG Teile bis zu X: 6m, Y: 3m, Z: 2,5m ~ 2 - 5 µm
Lasertracker-Systeme Radiusbereiche bis zu 80 Meter ~ 0,015 mm + 6 µm/m
Tragbare Scannarme Arbeitsvolumen ~ 1,5 bis 3,5 Meter ~ 0,035 mm volumetrisch

Messtechnik-FAQs

Was ist der Unterschied zwischen einem KMG und einem Lasertracker für die Inspektion?

Ein Koordinatenmessgerät (KMG) ist ein stationäres Gerät in einem klimatisierten Labor, das einen physischen Taster verwendet, um Punkte auf einem Teil für extrem hochpräzise Messungen zu berühren. Es ist ideal für kleinere, komplexe Komponenten wie Motorblöcke. Ein Lasertracker ist ein tragbares Gerät, das in der Fertigungshalle verwendet wird und große Entfernungen (bis zu 160 Meter) misst, indem es einem verspiegelten Ziel folgt. Es wird zur Inspektion massiver Konstruktionen wie Schiffsrümpfen oder Brückenabschnitten verwendet, die zu groß sind, um in ein KMG-Labor zu passen.

Was ist Form- und Lagetolerierung (GD&T)?

GD&T ist eine symbolische Sprache, die auf technischen Zeichnungen und 3D-Modellen verwendet wird, um die zulässige Abweichung in der Geometrie eines Teils explizit zu definieren. Anstatt nur Abmessungen (wie Länge oder Breite) zu definieren, steuert es Merkmale wie Ebenheit, Konzentrizität, Rechtwinkligkeit und Position. Zum Beispiel stellt es sicher, dass ein Schraubenlochmuster auf einem Flansch nicht nur die richtige Größe hat, sondern auch in der perfekten Position und Ausrichtung ist, um mit einem anderen Teil zusammenzupassen. Es ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass komplexe Baugruppen perfekt zusammenpassen.

Wann ist 3D-optisches Scannen eine bessere Wahl als KMG oder Laser-Tracking?

3D-optisches Scannen ist die beste Wahl zur Erfassung der vollständigen Oberflächengeometrie komplexer, freiformiger Formen wie Guss- oder Schmiedeteile oder organische Designs. Während KMGs und Lasertracker diskrete Punkte messen, erfasst ein 3D-Scanner Millionen von Punkten, um eine dichte ‚Punktwolke‘ oder einen ‚digitalen Zwilling‘ des gesamten Objekts zu erstellen. Dies macht es ideal für das Reverse Engineering von Altteilen, die Überprüfung von Verschleiß oder die Erstellung von Wärmekarten, die zeigen, wie ein gefertigtes Teil von seinem ursprünglichen CAD-Modell über seine gesamte Oberfläche abweicht.